Mittwoch, 8. Mai 2013

Schullektüren und meine Meinung dazu!

Bonjour mes amis :)

Auf dem Bild fehlt jetzt leider "Die Physiker"
JA das war jetzt französisch. Ich liebe diese Sprache und ich liebe dieses Gefühl, wenn ich an Frankreich denke. Ich weiß nicht aber sobald ich daran denke, bin ich entspannt, denke ich an Liebe und will unbedingt dort hin - es ist wie ein Gefühl der Freiheit!
Aber ich wollte jetzt eigentlich über Frankreich schwärmen, sondern, meiner Schullektüre "Nathan der Weise" von G. E. Lessing zum Anlass, einmal etwas über meine Erfahrungen mit Schullektüren erzählen. Vielleicht interessiert es euch, vielleicht auch nicht. Trotzdem würde ich auch gerne eure Meinung zu diesem Thema hören.



Es ist schon etwas länger her, aber in der 5. Klasse, im ersten Jahr auf dem Gymnasium, hatte sich unsere Lehrerin eine "modernere" Schullektüre ausgesucht nämlich "Der kleine Hobbit". Über dieses "modern" lässt sich streiten, denn dieses Buch hatte Tolkien schon 1974 veröffentlicht (im Vergleich zu "Nathan der Weise", welches im 18. Jahrhundert verfasst wurde, ist es vielleicht modern) aber trotzdem fand ich es für einen 10-11-jährigen schon anspruchsvoll - vor allem für diejenigen, die nicht so gerne lesen - und schon sehr ausführlich, sodass ich auch einige Kapitel übersprungen haben, weil mich diese Seitenweise Umgebungsbeschreibungen einfach nur gelangweilt haben. Vielleicht bin ich auch nicht von diesem Buch überzeugt, weil mich auch der Inhalt nicht interessiert hat... Aber das hier ist ja auch meine Meinung.
In der 6. Klasse haben wir dann ein Buch gelesen, das mich schon von der Thematik mehr ansprach. "Damals war es Friedrich" hieß es und da ich damals schon sehr stark an Geschichte interessiert war, in diesem Buch geht es um Juden im 2. Weltkrieg, konnte ich einfach nichts daran aussetzten. Es war nicht zu dick und ich konnte mitfühlen, wie es war als Juden tagtäglich schikaniert und benachteiligt zu werden. Eventuell ist das Ende etwas "brutal" für einen 6-Klässler aber ich fand das Buch trotzdem gut.
In der 7. Klasse hieß unsere erste Lektüre dann leider "Das Nibelungenlied" von der ich aber kaum etwas in Erinnerung behalten haben - wahrscheinlich auch weil ich das was ich gelesen habe nur überflogen habe. Diesen Buch ist bis jetzt die einzige Lektüre, die ich kaum gelesen habe und das auch nicht bedaure, weil ich die Geschichte einfach nur laaangweilig und altmodisch spielt ja auch im Mittelalter. Im zweiten Halbjahr haben wir dann noch "Löcher" gelesen, jedoch habe ich das Ende nicht gelesen, da wir es aber im Unterricht nicht ganz geschafft hatten und mich ehrlich gesagt das Ende nicht sonderlich interessiert hat. Im Gegensatz zum "Nibelungenlied" ist "Löcher" natürlich viiel besser aber trotzdem hätte ich mir eine bessere Lektüre gewünscht, die mich mehr zu Lesen animiert und das auch spannend ist.
Das erste Drama haben wir dann in der 8. Klasse gelesen, welches "Der Hauptmann von Köpenick" war. Ich konnte mich von Anfang an nicht mit dieser Form von Literatur anfreunden, einfach weil mir dabei zu wenig Handlung war und wenn doch, dann so nüchtern und trocken, wobei wenn man es jetzt mit "Nathan der Weise", welches auch ein Drama ist, vergleicht, finde ich es hier nicht so schlimm - liegt wahrscheinlich an der Geschichte, die mich nicht so angesprochen hat. Und zum Ausgleich zum Klassiker haben wir zusätzlich "Wie im Rausch" gelesen. Ich fand es jetzt nicht schlecht aber wäre es keine Schullektüre gewesen, hätte ich es nie gelesen und würde es auch nicht vermissen.
Der nächste Klassiker folgte in der 9. Klasse mit "Die Judenbuche", welches ich innerhalb von 2 Stunden oder so gelesen habe, um nicht es gleich hinter mir zu haben, denn es hat mich - und alle anderen in der Klasse - kein bisschen angesprochen und ich war froh, als wir damit durch waren, aber trotzdem hatte es etwas an sich, dass mich doch über das Thema nachdenken ließ... "Die Physiker" war dann das zweite Buch in diesem Schuljahr und einerseits mochte ich das Buch nicht, andererseits wollte ich wissen wie es weitergeht. In diesem Jahr waren die Konflikte in der Gesellschaft im Mittelpunkt der Lektüren und ich finde, es könnte besser aber auch schlechtere Bücher geben.
Heuer, jetzt, lese ich "Nathan der Weise" und bin positiv überrascht. Es ist ein Drama und doch les ich es gerne. Es ist ein Buch, von dem jeder zumindest der Name bekannt vorkommt und vielleicht sagt auch dem ein oder anderem die "Ringparabel" etwas. Es ist ehrlich gesagt die erste Schullektüre, die mich wirklich anspricht, mal sehen was ich am Ende dazu sagen werde. Was wir heuer noch lesen, weiß ich noch nicht, nur, dass wir "Watchman" im Englischunterricht lesen werden und ich mich *IRONIE* total darauf freue.
Nächstes Jahr steht dann noch "Faust" auf dem Plan, und ich bin schon richtig gespannt darauf.

---------------------------------------
 
So das war jetzt mal eine kleine Aufzählung all meiner bisherigen Schullektüren und wie ich sie fand. Aber eigentlich wollte ich doch über das Thema Schullektüren im Allgemeinen schreiben, denn diese zu lesen ist ja doch etwas anderes als ein "normales" Buch zu lesen, wie ich gerade zum Beispiel "Der geheime Zirkel 3". Oder besprecht ihr jede einzelne Handlung der Hauptpersonen oder recherchiert die Hintergründe, warum der Autor das Buch verfasst hat? Also ich nicht. Und würde es auch nicht tun.
Aber doch finde ich es im Unterricht nicht einmal soo schlecht. Klar manchmal ist es etwas übertrieben aber doch lernt man über eine Geschichte und deren Ursprung nachzudenken. Natürlich ist mal nicht immer mit der Lektürenwahl einverstanden - wie ich mit "Die Judenbuche" - aber da muss man eben durch und immerhin sind diese Bücher nicht die längsten.

Na welche Erfahrungen habt ihr mit Schullektüren?

Würde mich sehr über ein bisschen Rückmeldung freuen und bin stolz auf die, die diesen Post bis hierher gelesen haben ;)

Liebe Grüße
Weisselilie

Kommentare:

  1. Also Das Nibelungenlied in der Mittelstufe zu lesen, finde ich auch ein wenig übertrieben. Das ist zwar wichtige deutsche Literatur, aber nichts für Jugendliche. Ich hab es in meinem Studium durchgearbeitet und geliebt. Aber da war ich wohl so 10 Jahre älter als die meisten bei euch, die es damals gelesen haben ;o)
    Die Judenbuche habe ich damals auch lesen müssen und fand sie eigentlicht nicht schlecht. Aber bei Schullektüre ist das ja immer so eine SAche...dem einen liegts, dem anderen gar nicht.

    AntwortenLöschen
  2. Oh je...
    Der geheime Garten
    Biedermann und die Brandstifter
    Emilia Galotti
    Maria Stuart
    Harry Potter and the Philosopher's Stone
    Das kunstseidene Mädchen
    Macbeth
    Romeo und Julia auf dem Dorfe
    Die schwarze Spinne
    Tod eines Handlungsreisenden
    Le petit prince
    Harry Potter and the Order of the Phoenix
    Angela
    Tortilla Curtain
    Top Dogs

    Das sind die, die mir ohne größeres Nachdenken einfallen und ich glaube, es waren noch einige mehr. Inhaltlich weiß ich nur noch von den wenigsten was. Harry Potter kenn ich noch. Tortilla Curtain so grob. Romeo und Julia a.d.L. habe ich letztes Jahr noch mal gelesen.

    Ich kann mir nicht vorstellen, dass sich die Autoren so viele Gedanken über ihre Bücher gemacht haben, wie wir da hinein interpretieren sollen. Und es ist nun mal auch so, dass Schüler, die nicht gern lesen, durch solche Bücher erst Recht vom Lesen abgehalten werden.

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Mir fällt grad noch ein, dass wir auch "Der Vorleser" gelesen haben. Mit einem Deutschlehrer, der den Sptznamen "Porno-XXX" trug.

      Gefährliches Terrain. :)

      Löschen
  3. Den kleinen Hobbit hab ich grad gelesen :D Fand es eigentlich ganz gut, aber teilweise soooo langweilig...
    Und Löcher haben wir im Kunstunterricht mal als Hörbuch gehört, fand es auch nicht soo toll...
    In der Schule gelesen haben wir bisher:
    in der 5. Klasse: Der Schatz auf Pagensand (bzw. von mir liebevoll bezeichnet als Der Scheiß auf Pagensand, das Buch fand ich irgendwie ziemlich dämlich, wenn ich das so sagen darf :D) und Das Geheimnis der verschwundenen Kinder (ganz gut :))
    In der 6. Klasse: Allein in der Wildnis (fand ich gut :)) und Krabat (die 6. Klasse war echt ein tolles Jahr :))
    In der 7. Klasse: Malka Mai (auch ein sehr gutes Buch) und Das Jahr der Wölfe (naaaaaja, ziemlich langweilig)
    in der 8. Klasse: Der Schimmelreiter (schnarch, ich hoffe für dich, dass du dieses Buch niemals lesen musst!!!) und jetzt grade lesen wir Die unwürdige Greisin und andere Geschichten, also verschiedene Kurzgeschichten von Bertolt Brecht, die finde ich eigentlich ganz gut :)

    Liebe Grüße
    Chrisi

    AntwortenLöschen

Du bist in diesem Post eingetaucht und willst mir etwas dazu sagen? Dann leg los :)