Mittwoch, 14. November 2012

Rezension: Anthony Noll und der goldene Zeigefinger von Francis Linz

Titel: Anthony Noll und der goldene Zeigefinger
Autor: Francis Linz
Verlag: Books of Demand
Genre: Fantasy
Erscheinungsdatum: 21. April 2012
Seiten: 227


Sonstiges:
2. Band: Anthony Noll und das Geheimnis der Nummer Elf
3. Band: Anthony Noll und der galaktische Zirkus

Inhaltsangabe:
"Und dereinst,
wenn die Zeiten dunkel und finster sind,
und du weinst,
und Angst hast um Frau und Knd.
Dann wird er kommen,
der Erlöser,
und wird vernichten den König,
der wurd immer böser und böser."

So lautet die Prophezeiung, Und dies ist die Geschichte von Anthony, der, vom Schicksal auserkoren, dieser nicht nur auf einer Welt zur Wahrheit verhelfen soll. Doch zum Glück ist er dabei nicht allein. Denn da wären ja auch noch der bärenstarke Broms, die kleine Sims, die nicht nur so gekonnt ihre Frisur ständig zu wechseln vermag, die so unglaublich kluge Ramshin, und ihr aller Diener, Glomp. Und natürlich nicht zu vergessen, Mathilda! Und wer solch Freunde hat, das sei versprochen, der braucht sich nicht zu fürchten um die Zukunft.

Erster Satz:
"Es ist nur dieser Jahrgang, da bin ich mir ganz sicher", sprach der Mann in seinem langen Mantel, welcher geflochten war aus Vogelfedern."

Meine Meinung:
Erstmal, ohne den Autor selbst, wäre ich wohl nie auf das Buch aufmerksam geworden, aber dadurch dass Herr Linz mir eine E-Mail nach der anderen schrieb, und mich bat, Anthony eine Chance zu geben, auch wenn mich die Leseprobe nicht wirklich überzeugt hat, hab ich ihm dann doch meine Adresse gegeben und zwei Tage später, lag es schon auf meinem Nachtischkästchen. Wäre ich jetzt in der Bibliothek darauf gestoßen, hätte mich das Cover auf keinen Fall überzeugt und der beschriebene Inhalt nur noch mehr verwirrt, da kaum etwas was über das Buch beschrieben wird, aber die Geschichte wird schließlich nicht auf dem Cover oder der Buchrückseite geschrieben, sondern auf den 227 Seiten des Buches.
Auf den ersten Seiten des Buches kannte ich mich überhaupt nicht aus, die Beschreibung der Personen fand ich etwas arg übertrieben und zu ausgemalt, die Handlung wiederrum nur verwirrend. Als die Erzählung dann endlich zu Anthony wechselte, wurde die Geschichte dann schon besser, da ich mir das Geschehen besser vorstellen konnte. Anthony ist acht Jahre alt und wächst bei einer armen Familie auf, die sich eher schlecht als recht um ihn kümmert. Durch Glück trifft er auf die wohlhabende Nancy Walker, die ihn als Ersatz für ihren vor kurzem verstorbenen Sohn aufnimmt und ihn zusammen mit ihrem Mann an geregelten Tagen von den Nolls abholt und einen Tag mit ihm verbringt. Durch einen Streit, bauen die Walkers, mit Anthony im Auto, einen Unfall und verschwinden spurlos. Ab diesem Augenblick, schreitet Anthony nach Robotanien über und erinnert sich sowohl an sein Erden- als auch an sein Roboterleben. Dort, bei den Robotern, lebt er zusammen mit drei anderen Roboterkindern, Broms, Sims und Ramshin, in einem Haus mit dem Bediensteten Glomp, er geht zur Schule, lernt Zaubern und muss Prüfungen bestehen. Wo anfangs Anthony das Sorgenkind des Teams ist, entwickelt sich Sims langsam aber sicher dazu, bis die endgültige Abschaltung, sozusagen der Tod der Roboter, scheinbar unausweichlich bevorsteht. Dem Teamgeist sei Dank und alle helfen zusammen, wie es jedoch ausgeht, müsst ihr selbst nachlesen.
Etwas ungewöhlich jedoch war der Schreibstil, was ich zu Beginn nicht allzu störend fand, sich aber am Ende immer mehr zuspitze, denn zum einen schreibt Herr Linz in einem höchstformalen ja schon umständlichen Schreibstil, wechselt dann aber, machmal sogar in einem Satz, auf ganz gewöhliche Ausdrucksweise. Zum anderen konnte ich mir die Charaktere nicht soo tiefgründige vorstellen, wobei die übertriebene Vernünftigkeit der Hauptpersonen, wie Anthony, der schließlich NUR 8 Jahre als ist, sich aber verhält und gewissenhaft ist wie mit 12 oder 13, das noch bestärke. Ich hab mir immer ältere Protagonisten vorgestellt. Zudem wurde die Spannung nicht wirklich gut aufgebaut, da das Ziel schon dauernd vor den Augen lag und nichts großes Überraschendes geschah. Als letzten aber sehr auffälligen Kritikpunkt ist hier noch die Rechtschreibung zu nennen, die wenn man bei anderen Büchern vielleicht ein oder zwei findet, findet man hier in diesem Buch ein oder zwei pro 40 Seiten und das ist nicht nur auffällig, sondern störte, zumindest bei mir auch den Lesefluss. Jedoch soll diese Rezension nicht so herüber kommen, als dass mir das Buch nicht gefallen hat, den das stimmt nicht. Es war einmal etwas anderes, auch wenn man ein paar Parallelen zu anderen Büchern ziehen kann, was heutzutage nicht mehr schwer ist. Ich fand es interessant, etwas von einem noch recht unbekannten Autoren zu lesen, der auch einem ausergewöhlichen Schreibstil präsentieren kann, wenn er auch nicht alle überzeugt.

Fazit:
Etwas voraussichtlich und vielleicht für etwas jüngere Semester geeignet.

Wertung:

1 Kommentar:

  1. OKay nichts so für mich, aber das Cover ist irgendwie lustig *grins* und super Rezi! :D

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