Samstag, 20. Oktober 2012

Interview mit Lisa Schroeder

Lisa Schroeder ist eine echte Oregonerin, die ihre Kindheit mit Sommercamps, Angeln, Lesen und in der Sonne, wenn sie endlich schien, spielen, verbrachte. Heute verbringt Lisa ihren Sommer und den ganzen Rest des Jahres zusammen mit ihrem Mann und ihren zwei Söhnen, und teilt mit ihnen die wundervollen Dinge von Oregon. Sie ist Autorin zahlreicher Kinder- und Jugendbücher, darunter "I heart you, you haunt me", "The day before" (Simon Pulse) und "It's raining cupcakes" (Aladdin). Mehr Infos findet ihr hier: http://www.lisaschroederbooks.com/


Ich: Was war die Idee hinter "In Liebe, Brooklyn", dass Sie es in Versform geschrieben haben?
Frau Schroeder: Meine erste Geschichte, "I heart you, you haunt me", war sehr beliebt und viele Leser fragten mich, ob ich mir vorstellen könnte, eine Fortsetzung zu schreiben. Mein Redakteur meinte, dass wir Ava an einem gutem Ort ließen, schlug aber gleichzeitig vor, dass ich vielleicht ein Buch schreiben könnte, in dem sie kurz aber süß in Escheinung trat. Also wollte ich ein anderes Buch über Liebe und Verlust, Heilung und Hoffnung verfassen, das sich aber sehr von "I heart you, you haunt me" unterschied, weil ich nicht von Leuten kritisiert werden wollte, dass die zwei Bücher sich sehr ähneln. Deshalb entschied ich mich dafür, ein Buch aus zwei Sichten zu schreiben, und so zu zeigen, wie Brooklyn und Nick auf zwei verschiedene Weisen um Lucca trauern, und wie sie sich gegenseitig mit der Trauerbewältigung helfen.
Das Schreiben in Versform, erlaubte mir, dem emotionalen Kern der Geschichte noch mehr hervorzuheben. Es erschuf zudem eine Atmosphäre, die ich mit dem normalen Schreibstil nicht erreichen kann. Darum habe ich das Buch in Versform geschrieben.

Ich: Erfinden Sie jeden Buchcharakter neu, oder übernehmen Sie auch Charakterzüge und Geschichten von Leuten aus Ihrem Umfeld?
Frau Schroeder: Die Menschen um mich herum inspirieren die Charaktereigenschaften der Figuren in meinen Büchern rund um die Uhr. Zum Beispiel habe ich einen Freund, dem es besonders gefällt, Blumen zu fotografieren. Also übernahm ich dessen Hobby und erweiterte dieses, so dass es Brooklyn auch gefällt, ihre fotografierten Blumen abzumalen. Ich versuche die Charaktere nicht genauso zu übernehmen, wie die Originale in meinem Umfeld, aber, ja, ich leihe mir die Eigenschaften meiner Freunde aus, und gebe sie an Buchfiguren weiter.

Ich: Was ist das nervigste, am Autorendasein?
Frau Schroeder: Ich glaube, ich sollte die Sorgen um den Umsatz und das Wundern über meine Verleger, die meine Arbeit immernoch veröffentlichen, anführen. Das Verlagsgeschäft ist sehr konkurrenzfähig, und noch schlimmer, es kommt einem so vor, als ob die Verlage nur nach dem "dicken Buch" suchen - diejenigen, die sie stark pushen können, um Bestseller zu werden. Aber unbekanntere Bücher haben auch einen Platz im Regal.

Ich: Warum wollten Sie Autor werden?
Frau Schroeder: Schreiben war schon immer etwas, das mir Spaß machte, aber ich war nicht sicher, ob ich wirklich davon leben könnte. So hörte ich auf und steckte es weg, bis ich mir schließlich eines Tages dachte, warum versuch ich nicht, ein Buch zu schreiben, und dann wird sich zeigen, was passiert. Ich begann mit dem Schreiben, traf mich mit anderen Kinder- und Jugendbuch-Schriftstellern, und erkannte, wie unterstützend die meisten von ihnen waren. Ich wusste, Schreiben war etwas, das ich solange versuchen wollte, bis es veröffentlich wurde. Ich musste viele Geschichten schreiben, bevor ich endlich eine schrieb, die gut genug war, veröffentlich zu werden. Ich denke dabei an die Buhrufe während meiner Schulzeit. Ich bin so froh, dass ich dabei blieb.

Ich: Was sind Ihre Hobbys abgesehen vom Schreiben?
Frau Schroeder: Ich liebe es mit meinem Hund einen Spaziergang durch die Nachbarschaft zu machen, backe gerne Süßigkeiten, wie Cookies und Cupcakes, schaue fern und, natürlich, liebe ich es zu lesen.

Ich: Beschreiben Sie sich in einem Satz.
Frau Schroeder: Nett, einfühlsam, entschlossen, motiviert und ein kleines Bisschen eine ausgefallene Ente.

Ich: Hoffentlich hab ich das jetzt richtig übersetzt... ausgefallene Ente?! ;) Was ist momentan ihr Lieblingsbuch?
Frau Schroeder: Ich haben viele Lieblingsbücher, aber bei dieser Frage nenne ich immer mein allerliebstes Lieblingsbuch, nämlich "Flash Burnout" von L. K. Madigan. Sie war eine gute Freundin, die letztes Jahr an Bauchspeicheldrüsenkrebs vestarb. Ich habe sie geliebt, und ich liebe dieses Buch, und die Welt ist froh, dieses besondere Geschenk zu haben, durch das sie durch ihre Arbeit weiterlebt.

Ich: Ein schöner Schlusssatz. Dankeschön, dass Sie sich die Zeit genommen haben, und mir meine Fragen beantwortet haben.

Kommentare:

  1. Super Interviews, find gut dass du das machst! :) ...und bei der Ente musste ich voll lachen *grins*...

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  2. Höhö, ja war MEGA!!! *freu* Naja vllt kommen sie ja nochmal. Welttour gerade beendet, morgen startet nochmal ne Nordamerikatour bis Dezember, aber Ende Oktober kommen neue Videos und die EP. :)

    Noch mehr Bilder?! *aufgeregt rumhüpf* WUHUU...
    Ich muss auch mal wieder posten, mein Blog schläft ein! :O

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  3. Also ich würde das Buch ja gerne weiter schicken aber dazu brauch ich ne adresse :D

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  4. Also das Interview ist echt gut ^^ ich finde es wirklich toll, dass du so etwas ab und zu machst. Also Leute, die mehr über mich wissen, als ich selbst sind wirklich zum Schreien. Kann mir echt gut vorstellen, dass es in Ungarn total lustig war ^^
    Liebe Grüße
    Christine

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  5. Haha wegen WOTE: jaa bin ich aber woran hast du das gemerkt *umschau und letztes Kommi check* :D

    Ich komme einfach nicht zum lesen!!! ES IST SCHRECKLICH, Scheiß-Klausuren! O.o

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