Dienstag, 14. August 2012

Rezension: Feuer & Glas - Der Pakt von Brigitte Riebe

Titel: Feuer & Glas - Der Pakt
Autor: Brigitte Riebe
Verlag: Heyne
Genre: Historischer Roman, Jugendbuch, Urban Fantasy

Erscheinungsdatum: 21. Mai 2012
Seiten: 268

Sonstiges:
2. Band: Feuer & Glas - ?
3. Band: Feuer & Glas - ?

Inhaltsangabe:

Venedig im 16. Jahrhundert. Als Milla den Gondoliere Luca kennenlernt, erfährt das Mädchen, dass sie im Besitz einer besonderen Gabe ist: Nur sie und Luca können den uralten Pakt zwischen Feuer- und Wasserleuten erneuern, der die Stadt im Meer vor dem drohenden Untergang Doch der Preis für die Rettung Venedigs ist hoch ...

Klappentext:

Nur Feuer und Wasser gemeinsam ergeben ein Ganzes. Unter ihrem Schutz findest du Leben. Zeige niemandem diese Zeilen, Milla, sondern bewahre sie in deinem Herzen und handle, sobald der richtige Zeitpunkt gekommen ist.
Aus Leandros Brief an seine Tochter.
Für Milla scheint die Zeit stehenzubleiben, als sie an einem stillen Kanal zum ersten Mal dem Gondoliere Luca begegnet. Wie ein Aristokrat gleitet er in seiner Gondel über das Wasser. Milla ist verzaubert und kann den jungen Mann nicht mehr vergessen. Als sie ihn kurze Zeit später wiedersieht, geschieht etwas Unfassbares: Luca umfließt ein blaues Licht. Magie oder eine Sinnestäuschung? Milla erfährt, dass Luca der Anführer der Wasserleute ist - und damit seit dem Bruch des Paktes zwischen Feuer- und Wassermenschen ihr Feind. Denn sie selbst ist die Tochter des Feuerkopfs Leandro, der vor fünf Jahren spurlos verschwand. Kurz danach fand Milla einen rätselhaften Brief von ihm. Verrät dieser, wo die gläserne Gondel versteckt ist, hinter der alle her sind? Auch Luca sucht nach der Gondel, um Venedig vor dem drohenden Überfall seiner Feinde zu retten. Als er Milla bittet, sie ihm auszuhändigen, ist sie hin und her gerissen: Ihre eigenen Gefühle für Luca sind stürmisch und tief, doch was will er wirklich von ihr? Als es zu einem schrecklichen Brand kommt, muss sich Milla entscheiden ...

Erster Satz:

"Er hörte die Schritte hinter sich und ging schneller."

Meine Meinung:
Wäre da nicht die Wanderbuch-Aktion von his+her books gewesen, würde ich dieses Buch wahrscheinlich jetzt noch immer nicht kennen. Doch als ich den Aufruf las, war ich hin und weg vom Cover und Inhalt. Ich muss gestehen, ich hatte, trotz der großen Auswahl, noch kein einziges Buch gelesen, dass in Venedig, der Stadt im Wasser, spielt, dabei interessiert die Stadt mich mehr als viele andere, abgesehen von Paris. Das war auch das Schöne an diesem Buch, dass man sehr viel von Venedig erfährt, über die Schutzpatronen San Marco und San Teodor, die Rialtobrücke, dem Canal Grande und vieles mehr. Ich war kurz darauf im Legoland, wo sie auch Venedig in Miniatur erbaut hatten und fand mich dort richtig gut zurecht.
Zu Anfang wird man etwas hilflos in die Geschichte "hineingeworfen", ohne auch nur zu wissen, wer nun dieser mysteriöse "er" im Prolog ist. "Er" ist Leandro, Millas verschwundener Vater, an den Milla eigentlich während des ganzen Buches denkt und sich Sorgen macht. In diesem Prolog erhält man einen Einblick, was mit Leandro passiert, wobei man widerrum nicht viel erfährt und man im Buch mit Milla im Dunkeln mit einigen Vermutungen herumtappt. Milla, die als Tochter des Anführers der Feuerleute, eigentlich Respekt und Mitleid von ihren Leuten erfahren sollte, gerät durch die Bekanntschaft mit Luca, einem Wasserjungen, in einen Zwiespalt, denn sowohl die Feuer- als auch die Wasserleute zwingen sie, ihnen die gläserne Gondel zu geben, die Venedig vor den inneren als auch äußeren Feinden schützen soll. Was mir dabei nicht besonders gefiel, war, dass jede Partei, Feuer und Wasser, wusste, dass die anderen das Gleiche von Milla verlangte, ihr aber nur drohend gegenüberstanden, statt ihr dem Zusammenhang zwischen der Gondel und deren Macht zu erklären, wodurch sie beiden Seiten kaum vertraute. Milla selbst ist wie Feuer, selbstbewusst, hartnäckig aber auch warmherzig und mitfühlend. Luca, der Wasserjunge, kann man ebenfalls mit seinem Stamm dem Wasser vergleichen, er ist ruhig kann aber auch aufbrausend werden, er ist wechselbar und hält zu seinen Leuten.
Die Handlung selbst war meiner Meinung nach zu oberflächlich. Es kam teilweise so herüber, als ob die Autorin alles auf einmal hineinbauen wollte, Liebe, Streit, Fantasy, Geschichte und und und. Doch das ist eine riesen Herausforderung, die ihr leider nicht wirklich gelungen ist. Ich konnte mich nur manchmal in Milla hineinversetzten, spürte aber ihre Sehnsucht nach Luca und ihrem Vater, die Angst um ihre Tante und den Drang die Gondel zu finden überhaupt nicht.Hätte man vielleicht das ein oder andere weggelassen und dafür die anderen Handlungen mehr vertieft als nur anzukratzen, wäre das Buch nicht schlecht gewesen, denn der Schreibstil von Brigitte Riebe ist wunderschön, man liest und schon ist man wieder ganze Kapitel weiter. Aber wegen der Vielfalt der Ereignissen, die eigentlich Spannung aufbauen sollten, wurde diese eher unterdrückt und es kam mir so vor, als ob man nur eine Liste abbauen würde, ohne viel Zusammenhang zu schaffen.

Fazit:
Eine gute Idee, die leider nicht sehr gut umgesetzt wurde, und ich mir jetzt wirklich überlegen muss, ob ich die anderen Teile überhaupt lesen will.

Wertung:

Kommentare:

  1. Super Rezi!! :) Ich stand auch schon offt in der Bibo davor und dachte mir.. nimmst du es doer nicht?! Zum Glück hab ich noch mal drüber nach gegrübelt!!

    Hier der Link http://neues-von-isi.blogspot.de/2012/08/ein-dankeschon.html

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    LG Creamcup ♥

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  3. Schöne Rezi und das bestätigt meinen Verdacht, dass ich es nie lesen wollte. Hoffe deine aktuelle Lektüre kann dich mehr überzeuge ♥ :))

    Und auf Die Königliche freue ich mich auch schon am Meisten. Aber das Buch hat echt viele Seiten so ca 580 glaube ich *staun* :o

    LG Plumi

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