Montag, 9. Juli 2012

Rezension: Isola von Isabel Abedi


 

Titel: Isola
Autor: Isabel Abedi
Verlag: Arena Verlag
Genre: Thriller
Erscheinungsdatum: Juni 2007
Seiten: 321
Inhaltsangabe:
Zwölf Jugendliche. Eine einsame Insel. Drei Dinge, die sie mitnehmen dürfen. Und unzählige Kameras, die sie beobachten ...
"Ich hätte weglaufen können. Noch heute spukt dieser Gedanke oft durch meinen Kopf. Ich hätte mich heimlich von der Gruppe entfernen können, genügend Gelegenheiten hatte es gegeben. Aber hätte das etwas geändert? Wäre das Projekt abgebrochen worden? Wäre vielleicht kein Blut geflossen? Es ist so sinnlos, sich diese Fragen zu stellen, mein Verstand weiß das. Aber Fragen wissen es nicht. Sie kommen - ohne vorher anzuklopfen und sich zu erkundigen, ob es gerade passt."

Klappentext:
Sie sind zu zwölft und sie haben das große Los gezogen. Drei Wochen allein auf einer einsamen Insel vor Rio de Janeiro - als Darsteller eines Films, bei dem nur sie allein die Handlung bestimmen. Doch nicht nur für die siebzehnjährige Vera, die ganz eigene Gründe hat, auf der Insel zu sein, wird das paradiesische Idylle zu einem schillernden Gefängnis. Was verbirgt das melancholische Solo, der Veras Gefühle auf ganz ungewöhnliche Weise berührt? Wer ist die hübsche Moon, die sanfte Pearl, der provozierende Joker, wer sind sie alle in Wirklichkeit? Ein jeder von ihnen kommt der Wahrheit näher, als der exzentrische Regisseur die Jugendlichen mit einem Spiel überrumpelt, auf das niemand vorbereitet ist. Ein Spiel, das bald tödlicher Ernst wird.
Erster Satz:
"Er war jedes Jahr  um diese Zeit der einzige Mensch im Garten des Evangelischen Klinikums in Berlin."

Meine Meinung:
Wie alle Cover von Isabel Abedi gefiel mir auch dieses sehr und es passt perfekt zu den anderen, wie Whisper, so dass man glatt denken könnte, dass sie zusammen gehören. Tun sie aber nicht. Das Cover zeigt eine Fernglaslinse, die auf die Insel Isola zeigt, auf der die 12 Jugendlichen 3 Wochen lang beobachtet werden.
Den Spruch Welche drei Dinge würdest du mit auf eine einsame Insel nehmen? kannte ich schon vorher, wusste aber nicht, dass er eigentlich mit diesem Buch zusammenhängt (und ich wusste auch nie welche Dinge ich mitnehmen würde). Die Idee finde ich wirklich ansprechend und die Umsetzung genauso. Man steigt in die Geschichte mit einer Person ein, die bis kurz vor dem Ende unbekannt bleibt und ich dauernd auf dem Holzweg ging, wenn es darum ging, wer dahintersteckt. Erst nach dieser seltsamen Einleitung sieht man alles aus der Sicht von Vera, die eigentlich mit auf die Reise geht, um ihre Schwester wiederzutreffen. Aber die Geschichte wird immer wiederr unterbrochen durch Passagen der unbekannten Person vom Beginn und man merkt, dass diese eigentlich die Zügel des Spiels im Griff hat. Auf der Insel angekommen, sind die Jugendlichen aufgeregt und neugierig, denn sie wissen, dass sie immer und überall, abgesehen von Dusche und Umkleideraum, von Kameras gefilmt werden. Diese Ankunft in Isola und das Prinzip, dass die Jugendlichen überwacht werden auf einer Insel, hat mich irgendwie an Panem erinnert, was ja nichts schlechtes zu bedeuten hat, auch wenn Panem mir nicht gefallen hat. Angekommen, bilden sich schon kleine Grüppchen, wie Vera, Pearl und Elfe, die sich auf Anhieb gut verstehen. Aber eine Insel zu filmen, auf der 12 Jugendliche ihrer Spaß haben, wäre ja langweilig, darum hat sich der Regisseur eine Art Spiel ausgedacht, bei der es eine Mörder und 11 Opfer gibt. Wer der Mörder ist und wer nicht, das weiß nur der Mörder selbst, die übrigen müssen jedem misstrauen, schließlich könnten sie bei einer kleinen Unachtsamkeit sofort das Spiel verlieren. Wie sollte es anders sein, artet dies aus und es passiert ein Unfall, durch den das ganzen Buch eine Wende bekommt, die niemand erwartet hätte.
Zu den Charakteren kann man nur sagen, dass jeder einzige wunderschön ausgearbeitet wurde. Die schöne aber hinterhältige Darlin oder eben der geheimnisvolle und zurückgezogene Solo. Jeder einzelne hat seine besonderen Charakterzüge, so dass ich bei jedem Zuschlag des Mörders schlucken musste, da schon wieder eine fabelhafte Figur verschwunden ist. Der Schreibstil war nicht schlecht aber man könnte es noch schöner und ansprechender beschreiben. Auch die Sprache war sehr gut an die der Jugendlichen angepasst, nicht zu übertrieben aber auch nicht zu sachlich.


Fazit:
Mein erstes Buch über 250 Seiten, dass ich an einem Tag durchgelesen habe, jedoch hab ich das Gefühl, dass mir diese letzte Wende am Schluss, etwas die Meinung verschlechtert hat.

Wertung:


Dankeschön nochmal an Frau Abedi für die 11 Bücher ♥

Kommentare:

  1. tolle rezi, ic hab 5 gegeben :)))
    lieeebe das buch *_*

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    1. *geschockt im kreis herumrenn* du kennst meine identitäääät?!?! lege den mantel des schweigens darum, wissende!!!! :DD

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  2. Hey,
    deine Rezension zu Isola gefällt mir echt gut. Neben "Whisper" ist "Iosla" mein Lieblingsbuch von Isabel Abedi. Beide Bücher gefallen mir gerade deswegen so gut, weil sie ohne Elfen und fliegende Drachen auskommen können und trotzdem spannend sind. Auf den ersten Blick fand ich das Ende auch etwas komisch, es bei weitem aber noch nicht so "schlimm", wie bei "Lucian". (Falls du das Buch noch vor dir hast, kein Fantasy magst, kann ich es dir auch nicht empfehlen).
    liebe Grüße deine Emma

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  3. Sehr, sehr schöne Rezension! Ich möchte es auch noch lesen :)

    (Antwort auf deine Antwort auf meinem Blog:) *kompliziert guck*
    Okay mach ich :)
    Danke für die Warnung, ich hab mich leider trotzdem erschreckt (ist ja immer so, gerade wenn man gewarnt wird...^^ ;D) *hehe*
    Das ist nett, dass du sie fragst - ich will ja schließlich was Passendes finden xD

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  4. Ich liiiiiebe das Buch <3333 Hab es vor kurzem zum keine Ahnung wievielten Mal gelesen nach längerer Zeit und weiß jetzt erst wieder, wie gut ich das Buch doch fand :))

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  5. Imago hab ich noch nicht gelesen, will ich aber noch ;)
    Lucian ist eindeutig eines meiner Lieblingsbücher *__*
    und Whisper fand ich gut, kam aber für mich nicht an Isola und Lucian an ;D

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  6. Da *Isola*schon vor den Panem-Büchern erschienen ist,würde ich es eher mit "Big-Brother"vergleichen....falls das schon mal jemand am Fernseh gesehen hat(muß man nicht gesehen haben....)
    Ich fand das Buch auch sehr gelungen und spannend.An ein "komisches" Ende kann ich mich aber gar nicht erinnern.
    Aber *Lucian*ist für mich das aller-aller-schönste Buch von Isabel Abedi <3

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    1. ja... ich hab es aber nach Panem gelesen :D
      naja nicht gerade komisch, aber eine Wende mit der man nicht rechnet und die fand ich nicht soo toll :D

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  7. Tolle Rezi!
    Ich hätte 5 vergeben. Das ist mein Lieblingsbuch von Isabel Abedi :)
    Lg Jan

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