Samstag, 30. Juni 2012

Rezension: Everlasting - Der Mann, der aus der Zeit fiel von Holly-Jane Rahlens

Titel: Everlasting - Der Mann, der aus der Zeit fiel
Autor: Holly-Jane Rahlens

Verlag: Wunderlich Verlag
Genre: Dystopie
Erscheinungsdatum: 9. März 2012
Seiten: 422

Inhaltsangabe:

Entscheide dich - für die Liebe oder für die Zukunft
Stell dir vor, du verliebst dich. Stell dir vor, sie erwidert deine Liebe.
Aber in deiner Welt gibt es keine Liebe.
Und auch kein Ich.
Wie sagst du "Ich liebe dich"?

Stell dir vor, sie ist 250 Jahre vor dir geboren -
und ihre Welt ist dem Untergang geweiht.
Setzt du dein Leben für sie aufs Spiel?

Erster Satz:

"Finn setzte den Moon Zoomer auf und schaute in den tiefen Nachthimmel."

Meine Meinung:
Erstmal zum Cover und Titel, beide passen, finde ich, perfekt zum Buch. Man kann eine rosa Parfümflaschen mit dem Unendlichzeichen (engl.: Everlasting) darauf erkennen. Dass man das Parfüm, das eine entscheidende Rolle in dem Buch spielt, als Cover verwendt ist eine sehr schöne Idee, denn in der Geschichte geht es um Finn, einen Historiker der Jahren 2265 lebt und als ersten wirklich interessanten Auftrag bekommt, ein Tagebuch eines 13-jährigen Mädchens, Eliana, aus dem Jahr 2003 zu übersetzten. Zuerst klingt dies natürlich nicht wirklich vielversprechenden, aber Finn "verliebt" sich immer mehr in den Schreibstil von Eliana und will natürlich mehr über sie erfahren. Im Jahr 2265 existieren die Pronomen der ersten Person Singular nicht mehr, ebenso die Deutsche Sprache, denn vor ca. 250 Jahren gab es eine große Pest in Deutschland und darüber hinaus, sodass nicht mehr der einzelne, sondern das "wir", die Einheit zählte, um zu überleben. Wie sollte es anders sein, starben trotz dem "wir" viele Menschen, das Rechtssystem, die Sprache. Um die Welt wieder zu "beleben", bevölkern, wurde das "wir" beibehalten und die Welt modernisiert, wodurch wie auch heute des Englische einen großen Beitrag leistet. Durch die Abschaffung des "ich", verlor man auch den Willen, die Liebe, sodass man nur noch an die Einhalt und das Überleben der Menschheit dachte. Natürlich will man die vergangene Zeit erforschen und entdeckt so auch Elianas Tagebücher ab Grund des Bodden. Das mal so allgemein.
Zur Geschichte selbst muss ich sagen, dass mir der Kern sehr gut gefallen hat. Finn übersetzt Elianas Tagebücher und "besucht" sie in der Vergangenheit. Nach und nach verliebt er sich in sie. Jedoch konnte ich mich nur sehr schwer an die Sprache der Menschen des 23. Jahrhunderts gewöhnen, denn man spricht von sich als "Der Forscher", "Der Freund", ... Das und die teils Beibehaltung der englischen Ausdrücke, wie im ersten Satz "Moon Zoomer" oder "Brain Button", natürlich kann ich diese Worte übersetzen, aber hätte man sie nicht schon im Buch auf Deutsch ausdrücken können?, machten es mir während der ersten Hälfte des Buches schwer, am Ball zu bleiben und mich wirklich für das Buch zu interessieren. Deshalb freute ich mich dann immer auf Elianas Tagebucheinträge, denn die waren Deutsch und normal. Auch Finns Reaktionen auf die Einträge fand ich immer wieder witzig, weil Wörter wie "Chucks" oder "DSDS" in seiner Zeit nicht mehr verwendete werden und er sie dann so zusagen "googlet", wobei bei "DSDS" aus mögliche Erklärung eine Blasenfunktionsstörung interpretiert wird. Aber nicht nur Eliana verwendet Begriffe, die in 2265 nicht mehr bekannt sind, sondern auch Finn, der gerne mit alten Begriffen, wie "bonkers" Nordamerikanisch 1940er für irre, um sich wirft und diese dann stolz erklärt. Wie schon erwähnt, die erste Hälfte war wirklich eine Qual für mich, die Sprache, der Inhalt, alles hat nicht zusammen gepasst, aber als dann die Zeitreisen anfingen, wurde es auch interessanter und ich fieberte Eliana entgegen, nicht nur in denTagebucheinträgen, sondern auch im 21. Jahrhundert. Finns Entwicklung vom "Normalo" des 23. Jahrhunderts zum gefühlvollen, sich verliebenden jungen Mann war schön mit anzusehen, und genau wähernd dieser Entwicklung wechselte auch der Schreibstil und Finn sprach von sich nicht mehr als "Der Historiker" sondern "ich". Die Charaktere fand ich sehr schön ausgearbeitet, wobei man die Menschen zwar kennenlernt, aber immer etwas neues über sie erfährt. Und wie die Autorin das Prinzip der Zeitreisen zusammenfügt, dass am Ende ein komplettes Bild erscheint, fand ich einfach nur fabelhaft.

Fazit:Der Schluss hat den schon fast nervigen Anfang annähernd wett gemacht, wobei ich denke, dass man schon einiges Durchhaltevermögen bei diesem Buc gebrauchen kann.

Wertung:
vielleicht eher 3,5 Früchtchen
Ich bedanke mich wirklich sehr beim Wunderlich Verlag, der mir dieses Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt hat.

Kommentare:

  1. schade, dass es dir nicht sooo gut gefallen hat! Ich fands echt toll <3
    Und danke fürs schönes Wocheende wünschen :D Wünsch ich Dir auch :)

    LG Plumi

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  2. Danke fuer deine schoene Rezi,
    ich schleich auch seit Wochen um das Buch rum T__T"

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  3. Interessante Rezension, ich habe das Buch mal auf meinen Wunschzettel gesetzt =)

    Liebe Grüße
    Micha

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  4. Kennst du die Uhrwerk-Orange? Da hat man auch viele Begriffe, die es gar nicht gibt, aber ich find es ganz gut gemacht. Allerdings traue ich dieses Geschick nicht vielen Autoren zu... ^^

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