Mittwoch, 6. Juni 2012

Isabel Abedi's Reaktion

Ich habe vor ein paar Tagen ein Interview mit Isabel Abedi gemacht und das kam bei einigen, auch bei mir, mit einem komischen Unterton rüber. Für diejenigen, die den ewig langen Kommentar der Autorin heute nicht gelesen/entdeckt haben, hier ist er nocheinmal:


"Huch? Ein seltsamer Unterton schwingt in meinen Antworten mit? Ich komme unsympathisch rüber? Na, das wollte ich natürlich nicht. Und damit mich niemand missversteht: ich finde diesen Blog auch super - und natürlich ist es nicht "die Presse".

Das war auch nicht mein Anspruch! Gerade vor ein paar Monaten habe ich ein hinreißendes Interview für ein Radio Portrait einer fünften Klasse gegeben - und mache eigentlich keinen Unterschied zwischen "Profi-Journalisten" oder anderen. Und: FAST JEDER Profi Journalist stellt auch diese Frage: "Woher haben Sie eigentlich immer Ihre Ideen?"

Tja. Vielleicht verrate ich hier ein "Geheimnis" über FAST ALLE Autoren und tue allen zukünftigen Journalisten (oder solchen, die es in Blogs sind oder werden wollen) einen Gefallen. Die Frage "wie kommen Sie eigentlich auf Ihre Ideen" ist WIRKLICH für fast alle Autoren, die ich kenne, eine gewisse "Reizfrage". Vielleicht wäre es mal interessant die Frage zu stellen: "Warum ärgern sich Autoren, wenn sie gefragt werden, woher sie ihre Ideen bekommen?". Ich habe im Ansatz versucht, das im Interview zu erklären.

Dass der erste Satz des Hobbits jahrelang in der Schublade des Autors lag, ist faszinierend - auch für mich! Aber er bezieht sich auf die Frage: wie wurde die Idee für dieses Buch entwickelt, wie fing mit dem Hobbit alles an, was war der erste Funke ...?
Das ist dann weniger allgemein - und lässt sich deshalb auch spannender beantworten.
Nicht mehr und nicht weniger wollte ich mit meiner Schlussfrage ausdrücken - und habe mich natürlich trotzdem über das Interview und viele interessante Fragen und vor allem über diese schöne Seite gefreut, für die ich Nathalie noch einmal beglückwünsche.
Aber ich bitte auch um Verständnis darum, dass ich sehr persönliche Dinge wie "komische Angewohnheiten" ungern in die Öffentlichkeit tragen möchte. Vielleicht ist das ja eine komische Angewohnheit? Gerade heute hatte ich mal wieder eine "Gala" in den Händen, und dachte: OH MEIN GOTT! Es ist so schrecklich wie Stars ihr Intimleben vor der Öffentlichkeit ausbreiten.

Wie auch immer: danke für das Interview liebe Nathalie und ich hoffe, es gibt noch ein paar deiner Gäste, die mich ein bisschen leiden können und Lust haben, meine Bücher zu lesen :-)" (Isabel Abedi)


Ja, ihre Bücher werde ich wahscheinlich trotzdem lesen, weil sie einfach gut geschrieben sind, aber naja... Jedenfalls finde ich es gut von Frau Abedi, dass sie sich die Mühe machte, nocheinmal auf meinem Blog vorbeizuschauen und eure Kommentare zu lesen.

Ach ja, ich wollte nocheinmal auf meine 50 Leser Aktion aufmerksam machen, da sich außer Sarah noch keiner gemeldet hat. Schade :(

Ganz liebe Grüße und eine gute Nacht :D

Eure Weisselilie

Kommentare:

  1. Das finde ich aber stark von Frau Abedi, dass sie sich nochmal die Zeit nimmt eine Erklärung zu schreiben. (Ich finde es auch schon toll, dass sie überhaupt Bloggerinterviews gibt, hat ja bestimmt genug zu tun!) Von daher: Diesmal sehr sympathisch. Vielleicht mache ich demnächst in meiner Leseliste mal eine Auswahl und nehme ein Buch von Frau Abedi mit auf obwohl es nicht auf der BBC Liste steht :)
    Viele Grüße,
    Mila

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  2. Respekt, dass sie noch eine Erklärung schreibt. Das macht Frau Abedi unglaublich sympathisch finde ich.

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  3. Vielen Dank, dann kann ich jetzt ja beruhigt schlafen gehen und von neuen Ideen träumen :-)))

    Aber im Ernst: ich nehme meine Leser und auch die Fragen meiner Leser immer ganz ernst. Wahrscheinlich hätte mich diese Frage damals selbst interessiert und es tut mir leid, wenn mich jemand beim Antworten auf dem falschen Fuß erwischt hat. Denn eigentlich hat Mila in ihrem Kommentar etwas ganz Kluges gesagt: die Antworten sind das, worauf es ankommt, denn darin lernt man den Autor besser kennen.

    Also lerne ich aus meinem kleinen Patzer und gebe das nächste Mal gleich am Anfang etwas freundlicher Auskunft :-)

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  4. Bisher nicht, aber ich dneke das wird sich bald ändern

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  5. Hehe, absolut ;) Ja, ich lebe wirklich in Holland, allerdings bin ich nur für meinen Master hier und spreche auch kein holländisch (Leider). Ich dachte in einem Jahr werde ich das schon lernen, aber da wir sowohl in der Uni als auch untereinander fast nur englisch sprechen, bin ich über einen Minimalwortschatz leider nie hinausgekommen :(

    Liebe Grüße,
    Mila

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  6. Ich konnte ehrlich gesagt keinen komischen Unterton erkennen. Mir ist auch schon aufgefallen, dass in jedem Autoreninterview gefragt wird, woher der Autor seine Ideen bekommt. Sowieso finde ich die Frage total komisch. Mich interessiert überhaupt nicht, woher die Ideen kommen. Das ist einfach eine 0815 Frage, die man sich von irgendwelchen anderen Interviews abgeguckt hat.
    Am besten ist es, wenn man kreativ wird und mal andere Fragen stellt, wenn man ein Interview führt :)

    Und an Isabel Abedi: Ich bewundere sie, vielen Dank für die vielen tollen Geschichten in meinem Bücherregal ;)

    Liebe Grüße,
    Nina

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  7. Der TGV ist da bei uns in Stuttgart abgefahren :) lohnt sich echt...nur 3.30h. Richtig kurz.

    Leider habe ich keine Ahnung wie ich ein Päckchen verschicke, sonst würde ich es sehr gerne machen :(

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  8. Hihi, auch eine gute Idee! ;) Vielleicht hast du ja auch Bücher, die dir nicht so gefallen haben, dann können wir tauschen :D *hehe*
    Lustig, dass du auch eine Dachschräge hast! ;) Ich hasse meine auch total :/
    Echt? So viele neue Bücher! *-* ;D Wie groß ist dein SuB eigentlich im Moment? :)

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